Auf dem Rad durch den Teutoburger Wald – Ein Tagestrip, der sich auszahlt

Teutoburger WaldMein Mann und ich nehmen uns gerne mal ein Wochenende Zeit für uns und entspannen dafür vorzugsweise in der schönen Natur. Da wir beide begeistert Rad fahren und wandern gehört das selbstverständlich zu einem gelungenen Kurzurlaub dazu. Der Teutoburger Wald bietet mit seinen vielen verschiedenen Routen genau die richtige Mischung aus Entspannung im Grünen, Kultur und sportlichen Möglichkeiten, deshalb sind wir immer wieder gerne dort, um umgeben von einer wunderschönen Naturlandschaft neue Energie für den Alltag zu tanken.

Bad Driburg als Ausgangspunkt

Das letzte Wochenende haben wir in Bad Driburg verbracht, welches am Rande des Teutoburger Walds gelegen ist. Von dort lassen die vielfältigen Rad- und Wanderwege um Bad Driburg das Herz von Kultur- und Naturliebhabern höher schlagen. Mein Mann stand der Sinn nach einer Herausforderung und ich wollte mir die Sehenswürdigkeiten aus der Umgebung nicht entgehen lassen, deswegen suchte ich für uns eine anspruchsvolle Route zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten entlang der sogenannten alten Römerroute aus. Und ich möchte schon vorwegnehmen, dass das wirklich eine gute Wahl war! Allerdings sollte man seine Fahrräder vorher checken, denn insgesamt fährt man eine 56,6 km lange Strecke durch historische Städte und wunderschöne Naturlandschaften.

Teutoburger WaldDas Hotel Bad Driburg war unser Startpunkt, von dort ging es nach einem ausgiebigen Frühstück um 11 Uhr Richtung Schlangen zu den Externensteinen. Dabei handelt es sich um eine monumentale Felsengruppe, die inmitten eines Naturschutzgebietes liegt und ein bedeutendes Kultur- und Naturdenkmal ist. Weiter führte uns die Römerroute bis Berlebeck, wo wir einen kleinen Umweg einlegten, um zur Adlerwarte zu gelangen. Bei der Adlerwarte Berlebeck handelt es sich um die größte und älteste Falknerei Europas. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um uns die interessante und beeindruckende Flugshow anzusehen. Der Falkner erzählte dabei viel Wissenswertes über die faszinierenden Greifvögel.

Wieder auf dem Rad war der Vogel- und Blumenpark Heiligenkirchen unser nächstes Ziel, hier machten wir aber leider keinen Stopp, denn mein Mann wollte nun ein bisschen Strecke machen. Über die Denkmalstraße gelangten wir wieder auf die Römerroute, die uns schließlich zum Hermannsdenkmal führte. Hier genossen wir eine Weile die atemberaubende Aussicht auf die Berglandschaft vom Teutoburger Wald und auf das Eggegebirge. Wieder auf der alten Römerroute kamen wir schließlich auch am LWL-Freilichtmuseum Detmold vorbei, welches durch 500 Jahre Alltagskultur führt.

Da wir die Ausstellung aber bereits kennen, ging es für uns weiter in die historische Altstadt Detmolds. Hier ließen wir unsere Räder kurz stehen und nahmen uns Zeit die altehrwürdigen Bauten und Straßenzüge auf uns wirken zu lassen. Dem Reiseführer konnten wir entnehmen, dass die ehemalige Residenzstadt baulich sowohl durch das späte Mittelalter, der Biedermeierzeit und der Gründerzeit geprägt worden sei, sodass das prächtige Erscheinungsbild Merkmale von ganz verschiedenen Epochen vereint.

Unsere Route führte uns anschließend weiter in den prächtigen Schlosspark, der das Fürstliche Residenzschloss Detmold umgibt. Nur wenig davon entfernt liegt das Lippische Landemuseum, auf das sich mein Mann schon freute. Dabei handelt es sich um das größte und älteste Museum Ostwestfalen-Lippes. Ich muss zugeben, dass auch ich beeindruckt war von der umfassenden Sammlung, die sich von Kulturgütern der Urgeschichte über Volkskunde bis hin zur Architektur erstreckte.

Auf dem Rückweg zu den Externsteinen

Nun wurde es allerdings schon Zeit an den Rückweg zu denken und deswegen begaben wir uns über die Burgstraße zur Burg Horn. Diese ließen wir nach einem kurzen Blick allerdings links liegen, um über die Extersteiner Straße wieder zu den Externsteinen zu gelangen.
Schließlich erreichten wir gegen frühen Abend erschöpft aber sehr zufrieden wieder unser Hotel.
Die Strecke hat für uns wirklich nicht zu viel versprochen, wir konnten an einem Tag viele neue Eindrücke von der Landschaft und den kulturellen Höhepunkten rund um den Teutoburger Wald sammeln. Allerdings erfordert diese wunderschöne Strecke auch einiges an Kondition! Die Wegabschnitte erforderten zwar keine besondere Technik, eine gewisse Ausdauer und Übung auf dem Fahrrad sollte man allerdings schon mitbringen. Für Kinder oder unerfahrene Radler würde ich sie deswegen nicht empfehlen. Alle Anstrengung hat sich für uns allerdings total ausgezahlt, denn durch die interessanten und vielseitigen Erlebnisse, die auf dieser Strecke warten, wird man für seine Mühe reichlich belohnt.

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